Affoltern am Albis ZH - Die Standortförderung Knonauer Amt will die A4 im Säuliamt auf einer Länge von 3,3 Kilometern mit Solaranlagen überdachen. Damit sollen jährlich 40 Gigawattstunden Strom produziert werden.

Das entsprechende Projekt wurde jetzt am Fachseminar der Bau- und Energiemesse in Bern vorgestellt, erläutert Salomon Schneider in einem Bericht im „Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern“. „Ich bin sehr froh, dass wir wieder einmal ein Pilotprojekt aus dem Säuliamt einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren konnten“, wird Charles Höhn vom Forum Umwelt und Energie der Standortförderung Knonauer Amt dort zitiert. Konkret soll die Autobahn A4 im Säuliamt auf einer Länge von 3,3 Kilometern mit Solar- und Windenergieanlagen überdacht werden.

Die zum Kraftwerk umgewandelte Autobahn könne jährlich mindestens 40 Gigawattstunden Strom produzieren, schätzen die Initiatoren des Projekts. „Bei einer Kapitalrendite von zwei Prozent könnte der Strom für sechs Rappen pro Kilowattstunde verkauft werden“, erläutert Höhn im Beitrag. „Momentan liegt der durchschnittliche Strompreis bei 8,7 Rappen pro Kilowattstunde.“

Vor der Umsetzung des Projekts will die Standortförderung jedoch die Entwicklung eines ähnlichen, bereits in Planung befindlichen Projekts in Fully im Wallis abwarten. „Wenn Fully alle Hürden gemeistert hat und die Baugenehmigung erhält, sind die Rahmenbedingungen für solche Projekte festgelegt und die Investorensuche wird viel einfacher, weil wir dann wissen, welche Stolpersteine wir umgehen müssen“, meint Höhn. Mit dem Beginn der Bauarbeiten für die Anlage im Säuliamt wird daher erst etwa 2025 gerechnet. hs