Lugano/Bellinzona TI - Der Energiespeicherturm des Schweizer Ingenieurs Andrea Pedretti soll das Speicherproblem von Solar- und Windenergie lösen. Ein erster Prototyp wird nun in der Nähe von Bellinzona im Tessin gebaut.

Weil der Strom aus erneuerbaren Energien unregelmässig anfällt, brauche es effiziente Energiespeicher, erläutert Peter Höllrigl in einem Beitrag auf dem Internetauftritt vom SRF. Ihm zufolge könnte eine Idee des Schweizer Ingenieurs Andrea Pedretti dieses Problem für die nachhaltige Energiezukunft lösen. Pedretti hat einen Energiespeicherturm entwickelt.

Beim sogenannten Energy Vault handelt es sich um einen bis zu 120 Meter hohen Turm „aus tonnenschweren Betonklötzen und riesigen Kränen“, schreibt Höllrigl. Überschüssige Energie wird dazu verwendet, diese Klötze in die Höhe zu ziehen. Bei Bedarf wird die Energie durch das Absenken der Blöcke wieder freigesetzt.

Die nach einem ähnlichen Prinzip wie Pumpspeicherkrafterke arbeitenden Energiespeichertürme könnten überall aufgebaut werden, beispielsweise direkt neben einer Solaranlage in der Wüste, heisst es im Beitrag weiter. Für die Schweiz schweben Pedretti laut Beitrag die Areale der abgeschalteten Kernkraftwerke als Standort vor: „Da hat man schon die ganze Netzanbindung und Strom-Produktion“.

Ein erster Prototyp wird nun in der Nähe von Bellizona im Tessin gebaut. Als Investor seines in Lugano ansässigen Unternehmens habe Pedretti dabei einen japanischen Telekom-Giganten gewinnen können, informiert Höllrigl. Nach einer Testphase soll der Energiespeicherturm dann zum ersten Kunden von Energy Vault nach Indien geliefert werden. hs