Winterthur - Die Zahl der Start-ups im Umwelt- und Energiebereich ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich angestiegen. Die meisten von ihnen stammen aus dem Kanton Zürich und der Region am Genfersee. Das zeigt der Swiss Environment & Energy Innovation Monitor.

In der Schweiz waren 2018 insgesamt 473 Start-ups in den Bereichen Energie und Umwelt aktiv. Das zeigt der aktuelle Swiss Environment & Energy Innovation Monitor, der vom Institut for Innovation & Entrepreneurship der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur und dem Lausanner Beratungsunternehmen eqlosion betrieben wird. Die Zahl der Neugründungen steigt. Wurden 2009 noch 35 Unternehmen in diesem Bereich gegründet, so waren es 2017 bereits 73. Für 2018 rechnet der Monitor mit einer ähnlichen Grössenordnung. 

Der Kanton Zürich stellt mit 171 die meisten Neugründungen, die Genferseeregion folgt mit 141 Start-ups. Rund 35 Prozent der untersuchten Start-ups sind in den Bereichen Energie und Strom tätig, Transport und Mobilität folgt mit 15 Prozent, natürliche Ressourcen und Abfall mit 11 Prozent.

Der Monitor attestiert den Unternehmen betriebswirtschaftliche Gesundheit. Nur 14 Prozent der insgesamt 546  untersuchten Neugründungen sind gescheitert. 23 Prozent der über siebenjährigen Neugründungen sind bereits in ihrem Markt etabliert, weitere 47 Prozent befinden sich in der Wachstumsphase.

Die meisten Start-ups im Bereich und Umwelt, 80 Prozent, richten sich an Unternehmen als Kunden, 43 Prozent an Behörden und 36 Prozent an Energieversorger. 36 Prozent richten sich direkt an Endkunden. Nur eine Minderheit der Start-ups, 28 Prozent, ist nur auf dem Schweizer Markt tätig, 61 Prozent sind in der Schweiz und Europa tätig. In China sind 18 Prozent tätig, in den USA 22 Prozent.

Die meisten Start-ups, 57 Prozent, haben weniger als fünf Mitarbeitende. Nur 9 Prozent haben mehr als 20 Mitarbeitende. Rund 60 Prozent der Unternehmen machen keinen Gewinn. Diejenigen, die Gewinn machen, erzielen durchschnittlich einen Umsatz von 800.000 Franken. Diejenigen, die keinen Gewinn machen, erzielen durchschnittlich einen Umsatz von 300.000 Franken.

Der Innovation Monitor wird vom Bundesamt für Energie (BFE) und von Innosuisse, der Förderagentur des Bundes, gefördert. stk