Zürich - Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) wollen die quer durch den Zürichsee laufenden Kabel erneuern. Dabei werden nun die 80 Jahre alten Seekabel geborgen. An ihrer Stelle sollen leistungsfähigere Kabel und Glasfaserleitungen verlegt werden.

„Der Startschuss für den Ersatz der beiden 80-jährigen Seekabel zwischen Wädenswil und Männedorf ist gefallen“, erläutert EKZ in einem Bericht auf dem EKZ-Blog. Die alten Kabel werden den heutigen Anforderungen an den Strombedarf nicht mehr gerecht und sollen durch neue, leistungsstarke 16-Kilovolt-Kabel ersetzt werden. Gleichzeitig wird dabei ein Glasfaserkabel für die Kommunikation zwischen den beiden Unterwerken verlegt. In Vorbereitung auf die Leistungsverstärkung wurden an den Transformatorenstationen Staubenweidli und Seeweg in Wädenswil bereits neue, stärkere Mittelspannungskabel verlegt.

Die neuen Kabel werden im Uferbereich in Leerrohre verlegt werden, die Mittels Spülbohrung in den See hinaus gebohrt werden Damit soll Schaden an der Ufervegetation begrenzt und der als archäologische Zone geltende Uferbereich in Männedorf geschützt werden, erläutert Beat Kropf, Projektleiter und Leiter der EKZ-Netzregion Sihl, im Beitrag. Nach dem Austritt aus den Leerrohren verlaufen die Kabel offen auf dem Seegrund. Die tonnenschweren Kabel werden „über die Jahre etwas in den Untergrund einsinken“, erklärt Kropf.

Auch die nun zu bergenden alten Seekabel sind über die Jahre von einer dicken Sedimentschicht bedeckt worden. Zudem verlaufen auch zahlreiche Trinkwasserleitungen und eine Wärmepumpenleitung im selben Gebiet. Um diese nicht zu zerstören, werden die Bergungsarbeiten von einer Tauchergruppe begleitet werden, erläutert EKZ. hs