Däniken SO - In seinem 40. Betriebsjahr hat das Kernkraftwerk Gösgen 430 Millionen Kilowattstunden weniger Strom erzeugt als im Vorjahr. Die normalisierten Produktionskosten legten um 0,32 Rappen pro Kilowattstunde zu. In den Erhalt des Kraftwerks wurden 86,2 Millionen Franken investiert.

Einer Mitteilung der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG zufolge hat das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) im vergangenen Jahr netto 7,82 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. Im Vorjahr waren 8,25 Milliarden Kilowattstunden Energie produziert worden. Im Berichtsjahr hatte die Betreibergesellschaft insgesamt 86,2 Millionen Franken in Brennelemente, anlagentechnische Verbesserungen und Substanzerhaltung des KKG investiert.

Die normalisierten Jahreskosten 2019 werden in der Mitteilung auf 331,1 Millionen Franken beziffert. Im Vorjahr hatten sie bei 322,5 Millionen Franken gelegen. Die normalisierten Produktionskosten stiegen somit innert Jahresfrist von 3,91 auf 4,23 Rappen pro Kilowattstunden an. Bei den normalisierten Jahres- und Produktionskosten werden kurzfristige Entwicklungen an der Börse nicht berücksichtigt und stattdessen eine langfristige Bruttorendite von 3,5 Prozent für Stilllegungs- und Entsorgungsfonds zugrunde gelegt.

Im Geschäftsjahr 2019 habe die Fondsperformance jedoch weit über 12 Prozent gelegen, informiert die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG. Damit hatten die tatsächlichen Jahreskosten 152,5 Millionen Franken betragen. Die tatsächlichen Produktionskosten lagen mit 1,95 um 3,86  Rappen pro Kilowattstunde unter dem Vorjahreswert.

Die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG hat fünf Eigner, von denen Alpiq mit 40 Prozent den grössten Anteil besitzt. Weitere 25 Prozent werden von der Axpo gehalten, die Stadt Zürich ist mit 15 Prozent beteiligt. hs