Liestal - Die Doppelinitiative Biodiversität und Landschaft bedroht nach Ansicht von Suisse Eole die Energiewende. Der Branchenverband für Windenergie hält den Ausbau erneuerbarer Energien zudem für unverzichtbar beim Artenschutz. Dessen grösste Gefährdung sei der Klimawandel.

Suisse Eole unterstütze die grundsätzlichen Anliegen der am Dienstag eingereichten Initiativen zur Biodiversität und zum Landschaftsschutz, erläutert der Branchenverband für Windenergie in einer Mitteilung. Die Doppelinitiative erweise ihren eigenen Anliegen jedoch „einen Bärendienst“, meint Lionel Perret, Geschäftsführer von Suisse Eole.

Der Verband argumentiert damit, dass die grösste Gefahr für den Erhalt der biologischen Vielfalt im Klimawandel besteht. Diesen gelte es durch die Ersetzung fossiler durch erneuerbare Energien abzuschwächen. „Mit einem intelligenten Strommix aus erneuerbaren Energien verfügen wir über die grösste Hebelwirkung“, argumentiert Isabelle Chevalley, Präsidentin von Suisse Eole und Nationalrätin (GLP/VD).

Innerhalb der erneuerbaren Energien spiele die Windenergie insbesondere im Winterhalbjahr eine grosse Rolle, erläutert der Verband in der Mitteilung weiter. „Ohne einen konsequenten Ausbau der Windenergie“ sei die Schweiz im Winter vermehrt auf den Import von Kohlestrom aus Europa angewiesen, sagt Perret.

Zudem sei die Doppelinitiative ausgerichtet am „Schutz von baukulturellem Erbe und von Landschaft, die in einem fossilen Zeitalter geschaffen wurden“, schreibt der Suisse Eole. Für Perret will sie damit „eine Welt von gestern wieder herbeiführen, statt sich zukunftsgewandt um die Lösung der Probleme von heute heranzuführen“. hs